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News  15.09.2022

Moral und Demokratie

Wie optische Täuschungen das Auge dazu bringen können, ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit zu zeigen, können auch moralische Täuschungen die Fähigkeit von Menschen beeinflussen, Entscheidungen zu treffen und sogar egoistischer machen.

Zu dem Ergebnis kommt Kajsa Hansson von der Linköping University. Laut der Forscherin stimmen Menschen eher für das Wohl aller, wenn sie an demokratischen Entscheidungen teilnehmen.

Hansson zufolge neigen Menschen dazu, einen 'moralischen Spielraum' zu nutzen, um egoistische Entscheidungen zu rechtfertigen. 'Das bedeutet, dass wir in bestimmten Situationen eigennützig handeln, ohne das Gefühl zu haben, dass unsere Handlungen moralisch gesehen falsch sind.' Die Forscherin untersucht in ihrer Doktorarbeit mehrere Aspekte der 'moralischen Täuschungen' und vergleicht sie mit optischen Täuschungen. Hansson kommt zu dem Schluss, dass Menschen ihre Moral in manchen Situationen frisieren, um den Eigennutz zu erhöhen.

Fairness liege im Auge des Betrachters. Die Forscherin hat jedoch eine weitgefasste Definition von Moral verwendet und nicht bewertet, ob eine bestimmte Art von Fairness gut oder schlecht ist. 'Bei mir geht es um die Vorstellung, ob eine Person erlebt, dass sie ihrer eigenen Vorstellung einer guten Moral nicht gerecht wird.' Moralische Illusionen treten hauptsächlich in Wettbewerbssituationen auf, in denen viele Menschen um die gleichen Dinge in Konkurrenz stehen, heißt es. Das sei eine Folge psychologischer Mechanismen, die Menschen dazu bringen, in Abhängigkeit davon, ob sie erfolgreich sind oder nicht, Fairness unterschiedlich zu beurteilen. Das sei besonders dann der Fall, wenn Infos über die Fairness einer Situation fehlen. Versucht das Gehirn, die fehlende Info zu ergänzen, könnte es ein Bild herstellen, das nicht der Realität entspricht, so Hansson.

Moralische Täuschungen spielen jedoch bei demokratischen Entscheidungen keine Rolle. Diese Ergebnisse widersprechen der derzeit bestehenden Theorie, dass Menschen weniger moralisch handeln, wenn die Verantwortung für eine Entscheidung von mehreren Menschen geteilt werden. Dieses Phänomen ist als die 'Diffusion der Verantwortung' bekannt. Hansson: 'Werden Entscheidungen demokratisch getroffen, ist immer jemand anderes da, den wir verantwortlich machen können. Frühere Studien haben gezeigt, dass wir egoistischer werden, wenn die Verantwortung für eine Entscheidung auf mehrere Menschen aufgeteilt wird. Unsere Ergebnisse zeigen jedoch, dass genau das Gegenteil der Fall ist.'

Hansson und ihr Team haben drei Experimente durchgeführt, in denen sich die Teilnehmer entscheiden mussten, ob sie entweder Geld spenden oder es für sich beanspruchen. Bei einigen Experimenten war die Entscheidung demokratisch zwischen mehreren Personen aufgeteilt, bei anderen handelten die Teilnehmer individuell. Die Ergebnisse haben laut den Experten kein egoistisches Verhalten gezeigt. Vielmehr wurden Menschen in einem derartigen Szenario großzügiger.

pte/red

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#Moral #Entscheidungen #Psychologie



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