Seminar.At   5.8.2021 04:05    |    Benutzerkonto
contator.net » Business » Seminar.At » Magazin » SeminarBiz  
 

Wir brauchen Cookies, siehe unsere Datenschutzerklärung.















Neueste Artikel

Ideen statt Vorstellungen in Webinaren
Lohn, der verärgert
Diskriminierung und Produktivität
Ermüdendes Zoom
Livestream oder Webinar planen
mehr...








Style.at Heft 07/2021


Aktuelle Highlights

Beste Oberklasse


 
Seminar.At SeminarBiz
Aktuell  03.06.2015 (Archiv)

Befragung der Augen

Unbewusstes Augenblinzeln verrät mehr über die Vorlieben und Sympathien eines Menschen als umfangreiche Befragungen oder komplexe Hirn-Scans.

Denn unbewusste affektive Sinnesverarbeitung - und nicht so sehr bewusste Wahrnehmung - ist verantwortlich dafür, ob Individuen einen Sinnesreiz als angenehm oder unangenehm einstufen, wie Forscher der Webster Vienna Private University in Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) herausgefunden haben.

Unwillkürliches Augenblinzeln ist eine reflexartige Reaktion auf kurze laute akustische Reize. Dieses Phänomen lässt sich in den Neurowissenschaften einsetzen, wenn affektive Verarbeitung zu erfassen ist. Das ist auch für Meinungsforscher, Marketer oder Modemacher interessant. Denn es erlaubt Rückschlüsse auf Vorlieben und Präferenzen von Menschen.

Blinzeln als Antwort

'Tatsächlich konnte schon früher gezeigt werden, dass die Stärke des Schreckreflexes von tief im Gehirn stattfindender affektiver Verarbeitung abhängt. Ist man mehr positiv eingestellt, fällt das schreckhafte Blinzeln weniger heftig aus als wenn man negativ eingestellt ist. So kann die Intensität des Schreckreflexes mit der unbewussten Einordnung eines Reizes als unangenehm oder angenehm korreliert werden', unterstreicht Peter Walla, Leiter des Departments für Psychologie an der Webster Vienna Private University.

Im Vergleich zu Befragungen ist der Schreckreflex objektiver. 'Einen Reiz als angenehm oder unangenehm einzustufen, ist eine uralte, unbewusste Funktion des menschlichen Gehirns, die sich in der Evolution lange vor der Entwicklung höherer kognitiver Funktionen und des Sprachvermögens gebildet hat. Werden Probanden aber zu ihren Empfindungen über einen Reiz befragt, müssen sie diese zur Verbalisierung erst kognitiv verarbeiten. Das kann unweigerlich zu Verfälschungen und Fehleinschätzungen führen', weiß Walla.

Die Trennung zwischen unbewusster affektiver Verarbeitung eines Reizes und der nachfolgenden kognitiven Verarbeitung der Information ist wichtig - betrifft sie doch die Definition von Emotion. Walla Monika Koller von der WU Wien argumentieren daher, dass Emotion keine neuronale Informationsverarbeitung ist - und auch kein Gefühl, sondern ein Verhalten, das daraus resultiert. Emotion und affektive Verarbeitung sind daher zu trennen.

Hinweise hierfür finden sich in Versuchen, in denen die Ergebnisse von Befragungen zur positiven oder negativen Einstellung gegenüber Reizen mit Messungen des Schreckreflexes verglichen wurden. Die Ergebnisse beider Methoden weichen teils stark von einander ab. Denn das bewusste Überlegen, wie man seine Einstellung beschreibt oder kategorisiert, verfälscht durch kognitive Prozesse die Einstufung der unbewussten Grundeinstellung.

pte/red

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Forschung #Hirn #Emotionen



Newsticker per eMail oder RSS/Feed!

Auch interessant!
Augentropfen gegen grünen Star
Von Forschern der University of British Columbia entwickelte Augentropfen könnten Glaukome künftig im Sc...

Künstliche Gehirne
Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben im Bereich des 'Neuromorphic Computing' e...

Musik für die Augen
Selbst Gehörlose können Musik für sich umsetzen. Also ist es eine Verschwendung von Sinnen, wenn man den ...

Hirn arbeitet im Schlaf
Das Gehirn ist auch dann aktiv, wenn wir schlafen. Laut Forschern des Ecole Normale Superieure und der Co...

Stimmungssensoren im Controller
Forscher an der Universität Stanford haben einen Controller entwickelt, dank dem Games für Spieler stets ...

Bionische Technologie
Forscher haben eine bionische Hand geschaffen, die Patienten mit Amputationen das Gefühl in den Fingern w...

Zeitmessung im Hirn
Die University of Minnesota geht in ihrer aktuellen Studie davon aus, dass die Zeitmessung eines Menschen...

Lügendetektor im Helm
Forscher des Unternehmens Veritas Scientific arbeiten an einer neuen Art von Lügendetektor. Statt die Sti...

Lernen mit Begeisterung
Unser Gehirn verändert sich das ganze Leben lang durch neue Erfahrungen. Speziell dann, wenn die Motivati...

Forum: Ihre Meinung dazu!

[AufZack Talk] [Forum]     
Ins Forum dazu posten...
Betreff/Beitrag:

   






Top Klicks | Thema Aktuell | Archiv

 
 

 


Tuning Days Wieselburg


Boldmen


Vienna Pride 2021


BMW M4 Gran Coupe


Games Zukunft


Genesis SUV


Technik für Konferenzen

Aktuell aus den Magazinen:
 Kaiserschmarrndrama im Kino Film startet diese Woche, Gewinnspiel jetzt
 Profilvideo in LinkedIn Video statt Portraitbild zur Vorstellung
 Mercedes EQS Das beste Auto der Welt?
 Delta - und dann? Das griechische Alphabet
 Youtube Premieren optimieren Trailer und Live-Redirect nutzen

contator.net im Überblick:
 Webnews  WebWizard | Bundesland.at | Wien-Tipp.at | NewsTicker
 Business  Journal.at | Anfrage.net | plex | Seminar.At | BizTipp
 Auto  Auto.At | TunerAuto.At | OldtimerAuto.At | AutoTalk.At | AutoGuide.At | AutoBiz.At
 Freizeit  Style.at | Famili.at | Kinofilm.at | Musical.at | heavy.at | grlz | WitzBold | Advent.At
 Shopping  anna | Shoppingcity.at | SchatzWelt Gewinnspiele | Prozente.net Gutscheine
 Community  AufZack! | Flirtparty | Player | Schmuddelecke

Rechtliches
Copyright © 2021    Impressum    Datenschutz    Kontakt    Sitemap    Wir gendern richtig!
Tripple